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Hans-Werner Meyer, geboren und aufgewachsen in Hamburg, gehört
zu den gefragtesten Schauspielern seiner Generation. Nach
Abschluss seiner Ausbildung an der Hochschule für Musik
und Theater in Hannover stand er von 1990 bis 1993 auf der
Bühne des Münchener Residenztheaters, wo er u.a.
mit den Regisseuren Robert Lepage, Amelie Niermeyer und Leander
Haussmann arbeitete. Von 1993 bis 1997 war er an der Schaubühne
am Lehniner Platz in Berlin engagiert und arbeitete dort mit
Regisseuren wie Andrea Breth, Elmar Goerden und Luc Bondy.
Bereits 1992 gab Hans-Werner Meyer in Joseph Vilsmaiers „Charly
& Louise“ sein Kinodebüt. Es folgten noch während
seiner Zeit an der Schaubühne weitere hochkarätige
Kino- und Fernsehproduktionen wie „Der Schatten des
Schreibers“ (1994, Kino, Regie: Niki List), „Wer
Kollegen hat, braucht keine Feinde“ (1995, TV, Regie:
Martin Enlen), „Busenfreunde“ (Regie: Thomas Berger),
„Es geschah am helllichten Tag“ (Regie: Nico Hofmann)
(beide TV 1996) und „Schimanski – Blutsbrüder“
(1997, TV, Regie: Hajo Gies), bevor er das feste Engagement
am Theater verließ, und sich schwerpunktmäßig
dem Film widmete.
Das einzig Verbindende bei der Auswahl seiner Rollen ist
deren größtmögliche Unterschiedlichkeit: Polizeipsychologe
Dr. Dominik Born in der Krimireihe „Die Cleveren“,
wofür er den Bayerischen Fernsehpreis im Jahr 2000 erhielt
und für den Deutschen Fernsehpreis in den Jahren 2000
und 2001 nominiert war. Den genialen Regisseur und Marlene
Dietrich-Entdecker Joseph von Sternberg in dem Kinofilm „Marlene“
(1998, Regie: Joseph Vilsmaier), oder Tobias Buchert, Talkshowmoderator
mit dunkler Vergangenheit im „Tatort - Gute Freunde“
(2000, ARD, Regie: Martin Gies). Die Lichtgestalt, der Anwalt
Dr. Haddenhorst in dem Event-Zweiteiler „Vera Brühne“
(2000, Sat1, Regie: Hark Bohm), den Familienvater Jochen Wenzel
mit homosexuellem coming-out in dem Drama „Eine außergewöhnliche
Affaire“ (2001, Sat1, Regie: Maries Pfeiffer, nominiert
für den 3SAT- Zuschauerpreis) und Dr.Uwe Springer, draufgängerischer
Jung-Chirurg in dem tragikomischen Zweiteiler „Liebe
darf alles“ (2001, Sat1, Regie: Karl Kases).
In Frankreich (und auf Französisch) wirkte er in zwei
Kinofilmen mit: „Les Affaires Personelles“, Regie:
Christian Riss (1997) und „Laisser-Passez“, Regie:
Bertrand Tavernier (2000).
Aber auch auf die Bühne mag Hans-Werner Meyer nicht
vollständig verzichten und kehrte so 2003 mit „The
Blue Room“, gemeinsam mit seiner Kollegin Antje Schmidt,
die auch seine Partnerin in dem Drama um ein totgeborenes
Kind „Und morgen geht die Sonne wieder auf“ war
(wofür beide den Bayerischen Fernsehpreis 2000 erhielten),
auf die Bühne der Komödie am Kurfürstendamm
zurück.
Weiterhin tritt er, zusammen mit seiner bereits in den 80er
Jahren gegründeten A-Capella-Gruppe „Meier &
die Geier“ auf (ehemals „Echo Echo“). Eine
CD mit dem Titel „Freundschaft“ wurde von ihnen
im Jahr 2000 produziert.
Zu ergänzen ist die Liste der vielseitigen Rollen mit
dem enttäuschten SED-Parteigänger Wolfgang Kaminski
in „Zwei Tage Hoffnung“ (ARD, Regie: Peter Keglevic,
2002) einem Drama über den 17. Juni 1953 und dem langsam
wahnsinnig werdender Offizierssohn Albrecht Sterenberg in
dem zweiteiligen, historischen Südafrika-Epos „Der
weiße Afrikaner“ (ARD, Regie: Martin Enlen, 2003).
Weiterhin spielte Hans-Werner Meyer den von der Doping-Affaire
heimgesuchten Langstreckenläufer Dieter Baumann in dem
Doku-Drama „Ich will laufen – Der Fall Dieter
Baumann“ (ARD, Regie: Diethard Klante, 2004), den unter
einer posttraumatischen Belastungsstörung leidender Familienvater
Thomas Menz in Doppelter Einsatz „Auf Leben und Tod“
(RTL, Regie: Gregor Schnitzler, 2004), sowie den skrupellosen,
selbst arbeitslos werdenden Finanzhai Robert Falk in der Tragikomödie
„Der Überflieger“ (ZDF, Regie: Rolf Silber,
2004).
Mit dem schillernden Großkriminellen Filippo Dandolo
in dem italienisch-deutschen Vierteiler „Im Zeichen
des Drachen“ („La Moglie Cinese“; ZDF; Regie:
Antonello Grimaldi, (Produktion und Buch: Sergio Silva („Allein
Gegen Die Mafia“)2004/2005) spielte Hans-Werner Meyer
seine erste Hauptrolle in einer internationalen Produktion.
Dieser folgte in dem Drama um ein entführtes Baby „Die
andere Hälfte des Glücks“ (AT) (ZDF; Regie:
Christiane Balthasar, 2005) und in dem Kinofilm „Lapislazuli“
(AT) von Wolfgang Murnberger über ein Mädchen, das
in den Bergen auf einen Neandertaler-Jungen trifft, jeweils
die Rolle des Vaters, und der charmante, bindungsscheue Yuppie
Ben Groeneke in der Komödie „Ich leih mir eine
Familie“ (AT) von Michael Rowitz.
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